Kühlbeutel richtig einfrieren und packen
Kühlbeutel wirken nur, wenn sie richtig durchgefroren sind und richtig im Karton liegen. In der Praxis liegen die meisten Temperaturreklamationen nicht am Produkt, sondern an einem dieser beiden Schritte.
Einfrieren
Frieren Sie die Beutel flach und einzeln bei mindestens −18 °C ein. Nicht gestapelt: Ein Stapel friert außen zu, während der Kern flüssig bleibt. So ein Beutel fühlt sich hart an, liefert aber nur einen Bruchteil der Kühlleistung.
Ein Gelpack 400 g ist nach 12 bis 24 Stunden vollständig durchgefroren. Bei 1000 g rechnen Sie mit mindestens 24 Stunden. Wer knappe Gefrierkapazität hat, beginnt besser einen Tag früher, statt mehr Beutel mitzuschicken.
Packen
Legen Sie die Beutel oben auf die Ware, nicht darunter. Kälte sinkt: Ein Beutel obenauf kühlt den ganzen Karton, ein Beutel unten kühlt vor allem den Boden.
Bei großen Kartons oder langen Transitzeiten verteilen Sie die Beutel — einen Teil oben, einen Teil an die Seitenwand. Achten Sie darauf, dass die Beutel die Ware nicht direkt berühren, wenn Anfrieren unerwünscht ist: Ein Bogen Karton oder ein Isolierbeutel dazwischen genügt.
Hohlräume füllen
Luft im Karton ist Raum, in dem Wärme zirkuliert. Füllen Sie Hohlräume mit Polstermaterial oder wählen Sie eine Kartongröße, die zu Ihrer Ware passt. Ein voller Karton hält deutlich länger Temperatur als ein halbvoller.
Wie viele Beutel
Faustregel bei dickwandiger Styroporbox und 25 °C: ein Beutel mit 400 g je 5 Liter Inhalt für 24 Stunden gekühlten Transport. Für 48 Stunden oder tiefgekühlte Ware verdoppeln. Rechnen Sie immer mit Ihrer längsten Transitzeit.
Nach dem Einsatz
Beutel auftauen lassen und über den Restmüll entsorgen. Folie nicht aufschneiden und das Gel nicht über die Spüle entsorgen — es kann im Abfluss verdicken.