Palette für die Luftfracht aufbauen: acht Praxisregeln
Eine gute Thermohaube über einer schlecht gebauten Palette bringt wenig. Der Aufbau entscheidet, ob die Isolierung wirkt.
1. Mit Ware auf Temperatur beginnen
Bauen Sie die Palette im gekühlten Raum auf, nicht auf der warmen Laderampe. Jedes Grad, das die Ladung vor dem Überziehen der Haube aufnimmt, bekommen Sie unterwegs nicht zurück. Die Haube konserviert nur, was bereits da ist.
2. Hohlräume füllen
Luft zwischen den Kartons ist Raum, in dem Wärme zirkuliert. Eine dicht gebaute, volle Palette hält deutlich länger Temperatur als eine mit Lücken. Füllen Sie Hohlräume oder wählen Sie ein kleineres Format.
3. Innerhalb des Palettenmaßes bleiben
Steht Ladung über den Rand, schließt die Haube unten nicht an und es entsteht eine Öffnung. Zudem nimmt überstehende Ware beim Umschlag Schaden. Bleiben Sie in der Kontur der Palette.
4. Die Oberseite abdecken
Die meiste Strahlungswärme kommt von oben, besonders wenn eine Palette auf dem Vorfeld in der Sonne steht. Wer nur die Seiten wickelt, lässt genau die empfindlichste Seite offen. Eine Haube, die über den gesamten Aufbau fällt, schließt sie ab.
5. An die Unterseite denken
Wärme steigt auch vom Asphalt oder Hallenboden auf. Bei langen Strecken kombinieren Sie die Haube mit einer isolierten Bodenplatte, sodass die Palette rundum eingepackt ist.
6. Ladung separat sichern
Eine Thermohaube ist keine Ladungssicherung. Sichern Sie die Palette mit Folie oder Gurten und ziehen Sie die Haube darüber. Beides hat seine eigene Funktion — siehe Thermohaube oder Schrumpffolie.
7. Bei langen Strecken kühlen
Die Haube bremst die Erwärmung, fügt aber keine Kälte hinzu. Bei langen Transitzeiten oder Hitze legen Sie Kühlbeutel in die Ladung selbst — oben auf die Kartons, denn Kälte sinkt.
8. Vor Abfahrt prüfen
Schließt die Haube unten sauber an? Ist an keiner Ecke eine Öffnung? Kam die Ladung auf Temperatur unter die Haube? Drei Kontrollen, die eine Stunde später nicht mehr zu korrigieren sind.