Eine Thermobox für die Gastronomie hält Speisen zwischen Küche und Gast auf Temperatur: beim Catering vor Ort, bei der Auslieferung zubereiteter Gerichte und als Zwischenlagerung, wenn die Kühlzelle voll ist. Diese Seite zeigt, welche Ausführung zu welcher Fahrt passt, wie viel Kühlmittel Sie brauchen und worauf Sie bei Hygiene und Lagerung achten. Cooled Solutions fertigt Kühlverpackungen aus eigener Produktion seit 1972.
Isolierung wirkt in beide Richtungen
Dieselbe Isolierung, die Kälte hält, verzögert auch das Abkühlen warmer Speisen. Eine Thermobox eignet sich damit sowohl für die gekühlte als auch für die warme Auslieferung — unter einer Bedingung: Das Produkt muss mit der richtigen Temperatur in die Box. Eine Verpackung kühlt nicht und heizt nicht; sie verzögert lediglich den Temperaturverlust.
Welche Ausführung für welche Fahrt
Rechnen Sie immer mit der längsten realistischen Zeit zwischen Packen und Servieren, einschließlich Aufbauzeit vor Ort und Wartezeit an einer warmen Laderampe.
| Zeit zwischen Packen und Servieren | Aufbau | Beispiel |
|---|---|---|
| Bis 24 Stunden | Kühlbox oder Isoliertasche mit Kühlmittel | Styroporbox mit 2 bis 3 Gelpacks, oder eine 2-lagige Isoliertasche mit Gelpack |
| 24 bis 48 Stunden | Mehr Isolierung und mehr Kühlmittel | Thermobox 4-lagig mit Gelpacks |
| 48 bis 72 Stunden | Maximale Isolierung und reichlich Kühlung | Thermobox 6-lagig oder EPP mit reichlich Gelpacks |
Die meisten Gastronomie- und Cateringfahrten fallen in die erste Zeile. Die schwereren Ausführungen sind für die Foodservice-Distribution über längere Strecken gedacht.
Temperaturzonen
Bestimmen Sie zuerst, in welchen Grenzen das Gericht bleiben muss. Das bestimmt sowohl das Kühlmittel als auch die Menge der Isolierung.
| Zone | Temperatur | Typisch in der Gastronomie | Kühlmittel |
|---|---|---|---|
| Tiefkühl | unter −18 °C | Eis, Tiefkühlfleisch und -fisch | reichlich Gelpacks, nach Absprache |
| Gekühlt | 2–8 °C | Fleisch, Fisch, Milchprodukte, zubereitete Speisen | Gelpacks oder Kühlakkus |
| Kühl | 8–15 °C | Schokolade, Wein, Patisserie | einzelne Gelpacks, vor allem gute Isolierung |
Unsicher zwischen zwei Zonen? Halten Sie sich an die kältere Anforderung.
Welches Material passt zu Ihrer Küche
Drei Wege, jeder mit eigener Stärke. Styroporboxen sind leicht, isolieren sehr gut und sind pro Stück am günstigsten — das Arbeitspferd für die tägliche Auslieferung. Faltbare Isolierboxen werden flach geliefert, was in einer Küche mit wenig Stauraum erheblich Platz spart. Wiederverwendbares EPP ist robust und für feste Cateringkunden gedacht, bei denen die Verpackung zu Ihnen zurückkommt.
Kühlmittel: wie viel und wohin
Das Kühlmittel leistet die Arbeit; die Box sorgt nur dafür, dass die Kälte nicht entweicht. Für eine gekühlte Lieferung bis 24 Stunden in einer gut isolierten Box genügen oft 2 bis 3 Gelpacks. Bei hohen Außentemperaturen oder unbekannter Wartezeit erhöhen Sie die Menge.
- Legen Sie das Kühlmittel obenauf — kalte Luft sinkt und kühlt so den gesamten Inhalt gleichmäßig.
- Frieren Sie Kühlmittel mindestens 24 Stunden bei −18 °C vollständig durch, bevor Sie packen. Halb gefrorene Gelpacks sind der häufigste Fehler.
- Füllen Sie Hohlräume auf. Stehende kalte Luft ist unproblematisch, zirkulierende warme Luft nicht.
Sehen Sie sich das Angebot an Kühlmitteln an, oder die flachen Kühlmatten, die sich bei flachen Schalen und Menüschalen bewähren.
Arbeiten Sie mit festen Größen
Wählen Sie zwei oder drei Formate statt zehn. Das beschleunigt das Packen während der Stoßzeit, hält Ihr Lager übersichtlich und bringt bessere Staffelpreise. Die meisten Gastronomiebetriebe kommen mit einer Größe für die tägliche Auslieferung und einer größeren fürs Catering aus.
Hygiene und Schmelzwasser
EPS nimmt weder Feuchtigkeit noch Geruch auf und ist für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Arbeiten Sie mit Produkten, die Schmelzwasser abgeben — Fisch, Eis, auftauendes Fleisch — dann wählen Sie eine Ausführung mit Ablauflöchern, damit das Schmelzwasser ablaufen kann, statt in der Box stehen zu bleiben.
Große Mengen
Verbrauchen Sie dauerhaft große Mengen, ist die Bestellung pro Palette erheblich günstiger als pro Umkarton. Für feste Abnehmer sind Jahresverträge mit festen Preisen möglich, und Sonderformate fertigen wir auf Auftrag mit einer Lieferzeit von 2 bis 4 Wochen. Sehen Sie sich auch die Auswahl für die Lebensmittelbranche an oder fordern Sie ein Angebot an mit Ihrer Größe und Jahresmenge.
Häufig gestellte Fragen
Kann eine Thermobox auch warme Speisen transportieren?
Ja. Isolierung verzögert das Abkühlen warmer Speisen ebenso wie das Erwärmen gekühlter. Voraussetzung ist, dass das Gericht mit der richtigen Temperatur in die Box kommt — die Verpackung erwärmt nichts.
Wie viele Gelpacks brauche ich für eine Cateringfahrt?
Für eine gekühlte Sendung bis 24 Stunden in einer gut isolierten Box genügen oft 2 bis 3 Gelpacks. Bei hohen Außentemperaturen, einer leichteren Box oder längerer Wartezeit vor Ort erhöhen Sie diese Zahl.
Wohin lege ich die Kühlakkus?
Obenauf. Kalte Luft sinkt nach unten, wodurch der gesamte Inhalt gleichmäßig mitkühlt. Kühlmittel unten ist einer der häufigsten Fehler.
Was ist der Unterschied zwischen EPS und einer faltbaren Thermobox?
EPS isoliert sehr gut und ist pro Stück am günstigsten, nimmt aber Lagerplatz ein. Faltbare Thermoboxen werden flach geliefert und eignen sich damit für Küchen mit wenig Stauraum. EPP ist die wiederverwendbare Variante für Rücklaufsysteme.
Sind Styroporboxen für Lebensmittel geeignet?
Ja. EPS nimmt weder Feuchtigkeit noch Geruch auf und ist für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Für Produkte mit Schmelzwasser gibt es eine Ausführung mit Ablauflöchern.